Samstag, 21. September 2013

In Griechenland Teil 1

Kanali

bei Holger und Magret


Die Fahrt von Berat in Albanien zur Grenze war die Hölle, wir sind ein kleines Teilstück über das Gebirge gefahren, der Straßenzustand wurde immer schlechter. Dafür ist die Landschaft atemberaubend, fast keine Menschen mehr, nur noch Ziegen und Steine. In den wenigen Dörfern ist Markt, das heißt Fische, Hühner oder andere Waren werden an den Straßenrand geworfen und verkauft. Der Markt findet rechts und links an der Hauptstraße statt. Das Durchfahren erforderte starke Nerven.  Man läuft immer Gefahr jemanden umzufahren oder über die Ware zu rollen. Und beides hätte die Bevölkerung  doch erzürnt.
Wieder auf der vermeintlichen Hauptstraße ging es zügig voran. Bis auf eine Baustelle, die Löcher so tief, dass ganze Smart´s darin verschwinden. Die Länge war mit 4 km angegeben, in Wirklichkeit waren es jedoch wesentlich mehr  (gefühlte 50 km). Stunden später waren wir an der griechischen Grenze und als dann auch endlich ein Zöllner erschien, hatten wir keine Probleme. Über Ilonna ging es dann wieder an die Küste. Hier haben wir dann einen Platz zum Übernachten direkt am Meer gefunden. Es gefiel uns so gut, dass wir zwei Tagen geblieben sind um uns etwas erholen. WoMo- Badeplatz Kanali: N 39°03´16,8“ ; O 20°42´00.7“ Sandstrand, Liegewiesen, Wasserhahn in ca. 900 m an der kleinen Kirche. Nebenan gibt es eine Bar und wenn dort eine Kleinigkeit verzehrt wird kann auch die Toilette und die Süßwasserdusche (kalt) benutzt werden. Nach zwei Tagen ging es weiter Richtung Peloponnes. Die Brücke in Patras kostete 13.20 € für Fahrzeuge bis 3,5T dann 19.90 € usw. Gegen Abend haben wir einen Stellplatz in Zacharo in der Nähe von Pirgos gefunden. Der Platz ist direkt am Meer neben einer Strandbar und hat auch noch WLAN – Anschluss. Morgens über Kalamata nach Megali Mantinia weiter gefahren. Nach etwas Gesuche und Hilfe von Margret, parken wir nun an der Dorfkirche und die Bevölkerung hat uns akzeptiert.

Holger und Margret

 Der Ortsvorsteher und gleichzeitig Betreiber des kleinen Ladens hier beliefert uns morgens mit frischem Brot. Von Margret und Holger wurden wir herzlich empfangen. Holger hat natürlich immer eine Kleinigkeit zu tun und nach der langen Reise ist das für uns auch eine willkommene Abwechslung. Aber auch die Kultur und der Urlaub kommen nicht zu kurz. Wir sind ein bisschen mit dem Motorrad von Magret unterwegs gewesen.

wo sind wir - mit dem Motorrad unterwegs

 Von Holger und Margret haben wir auch noch viel über Land und Leute gelernt. Nach fünf schönen Tagen sind wir weiter gefahren Richtung Athen und waren nebenbei noch in Mystra und Korinth. Übernachtet haben wir in den Bergen zwischen Mystra und Tripoli an einer kleinen einsamen Kirche(N37°16‘8,7“ E 022°26’33,9“). Die Klosteranlage Mystra ist sehenswert, aber nichts für Leute mit Gehbehinderung.

Mystras

 Zwischendurch waren wir noch in Nemea, der alten Austragungsstätte für Spiele der alten Griechen und heutigem Weinanbaugebiet. Ich suche ja immer noch süßen Wein, denn den soll es hier geben – ich habe den Nemea-Wein dann bei Lidl in Athen gefunden- so ist das heute. Wir sind auf dem Camping Athen (N 38°00‘ 31“ E 023°40‘19“) untergekommen, der Platz liegt fast mitten in Athen und mit dem Bus und der Metro für 1,40 € schnell in der Plaka (Altstadt und der Akropolis). Im Übrigen hat sich die Solaranlage mehr als bewährt, hier in den Breiten kommen wir seit Wochen ohne Fremdstrom aus. 
Morgen geht’s weiter in den Norden des Landes.



Fischmarkt Kalamata





Kanal von Korinth

Akropoli

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